Artenreichtum in einer Weihnachtsbaumkultur. (Abbildung: VNWB)© VNWB | Verband natürlicher Weihnachtsbaum

Moisburg | 05. März 2026

Plastikbaum gestoppt!

Der Verbrauchertrend der Saison 2025 belegt eine positive Wende

Der Verband natürlicher Weihnachtsbaum (VNWB) verzeichnet eine positive Tendenz: Der Trend zum Plastikweihnachtsbaum ist gestoppt.

Die vom VNWB und dem BVWE beauftragte, repräsentative Verbraucherbefragung zur Saison 2025 zeigt eine eindeutige Entwicklung. Nachdem 2024 mit 32 Prozent der Höchststand aufgestellter Plastikbäume hingenommen werden musste, ist dieser Trend nun gebrochen. 2025 nahm der Plastikbaum nur noch 29 Prozent ein. Mehr Menschen entscheiden sich wieder bewusst für den echten Baum – für Natur und Verantwortung, für echte Weihnachten. Die Entwicklung ist ein klares Signal: Aufklärung und Transparenz wirken. Sie zahlen auf das zunehmende Umweltbewusstsein der Verbraucher ein.

Konsequente Aufklärung trägt Früchte

Dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr. Er ist das Ergebnis intensiver Arbeit. Der Verband und sein Vorstand haben erhebliche finanzielle Mittel, Zeit und persönliches Engagement investiert, um sachlich aber pointiert über den natürlichen Weihnachtsbaum zu informieren und die Nachteile von Plastikbäumen aufzuzeigen.

Der VNWB hat es seit seiner Gründung 2019 klar benannt: Plastikweihnachtsbäume sind kein harmloses Dekorationsprodukt. Sie sind ein energieintensives Industrieerzeugnis mit erheblichen Belastungen für Klima und Umwelt. Zu den zahlreichen Aktivitäten des Verbandes zählt zuletzt die Einführung des Tags des natürlichen Weihnachtsbaums am 8. Dezember. Eine groß angelegte Kampagne, die auch in der Presse breite Resonanz gefunden hat.

Die Verbraucherbefragung 2025 bestätigt ihn nun: Wenn Menschen umfassend informiert werden, handeln sie verantwortungsbewusst. Aufklärung und Transparenz sind die Schlüssel für eine dauerhafte Veränderung des Verbraucherverhaltens. Auch zukünftig will der VNWB diesen Weg beharrlich verfolgen.

Vermeidbares Plastik

Plastik ist in vielen Bereichen unseres Lebens unverzichtbar. In der Medizin, im Fahrzeugbau oder bei Elektrogeräten ist Kunststoff oft alternativlos. Nicht aber beim Weihnachtsbaum!

Die Nachteile des Plastikbaums liegen auf der Hand:

  • Herstellung auf Basis fossiler Rohstoffe wie PVC und Metall
  • hoher Energieeinsatz und erhebliche CO₂-Emissionen
  • Produktion häufig in Asien mit langen Transportwegen
  • zusätzliche Emissionen durch weltweiten Versand per Schiff und Lkw
  • Einsatz problematischer Zusatzstoffe
  • kaum Recyclingmöglichkeiten, Entsorgung meist durch Verbrennung
  • „Weihnachtsstimmung“ ohne natürlichen Nadelduft und die unvergleichliche Haptik des Naturbaums
  • Jeder Plastikbaum ersetzt einen Naturbaum und bremst damit ohne Not naturnah wirtschaftende regionale Erzeuger aus.

Der Naturbaum ist Teil eines Kreislaufs

Der Naturbaum wächst über viele Jahre auf heimischen Flächen. Während seines Wachstums bindet er CO₂. Er wird regional erzeugt und vermarktet. Nach seiner Nutzung kann er sinnvoll verwertet werden. Er ist Teil eines geschlossenen natürlichen Kreislaufs und nicht Teil einer industriellen Massenproduktion.

Hinter jedem Naturbaum stehen Menschen. Wenige große Betriebe, einige mittlere und vor allem sehr viele kleine Familienbetriebe produzieren, oftmals seit Generationen, Weihnachtsbäume. Sie stecken viel Erfahrung, Fachwissen und Herzblut in ihre tägliche Arbeit. Ein großer Teil der natürlichen Weihnachtsbäume wird direkt ab Feld oder über den eigenen Hof vermarktet. Hier geht es nicht um Containerware, sondern um regionale Wertschöpfung und die Sicherung von Arbeitsplätzen in oftmals ländlichen Strukturen.

Warum also sollte sich jemand für einen Plastikbaum entscheiden?

Rückläufige Mengen sind ein Ansporn

Auch wenn die Angebotsmengen an Weihnachtsbäumen insgesamt rückläufig sind und sich diese Entwicklung fortsetzen wird, bleibt die Position des VNWB eindeutig: Der Einsatz für den Naturbaum muss fortgeführt werden. Hierbei ist die gesamte grüne Branche gefragt.

Ein gewachsenes, regionales oder überregionales Produkt darf nicht durch kurzlebige Kunststofflösungen verdrängt werden, ist sich der VNWB sicher. Der Rückgang der Mengen ist kein Argument für Plastik – im Gegenteil. Er zeigt, wie wichtig die Aufklärungsarbeit sowie stabile, regionale und überregionale Strukturen sind.

Weihnachten braucht kein Plastik

Weihnachten ist mehr als Dekoration. Es geht um Atmosphäre, um das Echte, um gewachsene Tradition. Der Duft des Naturbaums, seine individuelle Form, seine natürliche Ausstrahlung und Haptik, das lässt sich nicht industriell kopieren. Ein Plastikbaum ist und bleibt ein anonymes Industrieprodukt.

Helmut Stoll, 1. Vorsitzender des Verbands natürlicher Weihnachtsbaum e. V. ist überzeugt: „Der natürliche Weihnachtsbaum bildet das Herz der Weihnacht – echt, nachhaltig und unersetzlich. Kein anderes Produkt verbindet Umweltverantwortung, Atmosphäre und Festtradition so unmittelbar. Naturbäume wollen auch künftig für Wohlfühlmomente sorgen und Kinderaugen zum Leuchten bringen.“

Das Ergebnis der aktuellen Befragung sei ein wichtiger Erfolg, so Stoll. Doch zurücklehnen dürfe man sich nicht. Der Trend wurde gestoppt, aber er ist noch nicht dauerhaft umgekehrt. Deshalb werde der VNWB weiterhin klar Position beziehen und sich weiter massiv für Naturbäume und gegen Plastikbäume einsetzen.

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Bildmaterial (weitere unter https://natuerlicher-weihnachtsbaum.com/pressefotos/):

Beispielfoto für Artenreichtum in einer Weihnachtsbaumkultur. (Abbildung: VNWB)

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Über den Verband natürlicher Weihnachtsbaum e.V.

Der Verband natürlicher Weihnachtsbaum e.V. vereinigt mittelständische und führende Weihnachtsbaumerzeuger mit dem Ziel, den traditionellen, natürlich gewachsenen Weihnachtsbaum zu fördern. Der Verband ist unabhängig und nicht gebunden an Baumarten oder Herkunftsregionen. Er arbeitet eng mit supranationalen, nationalen und regionalen Verbänden zusammen.

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