Antworten auf häufig gestellte Fragen

Gerade wenn unsere Saison beginnt, sind wir Weihnachtsbaumerzeuger tagtäglich mit der Vorbereitung und dem Verkauf der Bäume beschäftigt. Trotzdem können Sie uns gerne unter Kontakt persönlich erreichen. Medienvertreterinnen und -vertreter steht die E-Mail-Adresse presseservice(at)kollaxo.com offen. Da häufig gestellte Fragen zum Weihnachtsbaum immer wieder auftauchen, haben wir uns auf dieser Seite den wichtigsten Themen gewidmet, um Ihnen möglichst schnell weiterzuhelfen.

In folgender Übersicht finden Sie Fragen und Antworten zu den Themen „Markt, Verkauf und Trends“, „Anbau und Pflege“ sowie „Umwelt, Klima und Gesundheit“. Infos und Tipps, die für Verbraucherinnen und Verbraucher wissenswert sind, entnehmen Sie bitte den jeweils verlinkten Seiten.

Markt, Verkauf und Trends

Da es kaum Spätfröste, ausreichend Niederschläge und eine ökologisch gut handhabbare Schadinsektensituation gab, gehen wir auch dieses Jahr davon aus, dass es in der gesamten Bundesrepublik genügend Weihnachtsbäume in guten Qualitäten geben wird.

Die Branche kann sich leider nicht den allgemeinen Teuerungen, Lieferengpässen, der Rohstoffknappheit und Inflation entziehen. Die Kosten steigen beim Personal sowie bei Anschaffung, Logistik, Transport und Energie.
Dennoch prognostizieren die Weihnachtsbaumerzeuger weitgehend konstante Preise für Weihnachtsbäume. Es kommt allenfalls zu moderaten Anpassungen für die höheren Qualitätsstufen, weil der Arbeitsaufwand hier besonders intensiv ist.

Je nach Sorte, Größe und Qualität variieren die Preise für einen Weihnachtsbaum. Die Produzenten müssen für Prachtexemplare einen besonderen Aufwand betreiben. Lesen Sie hierzu wie viel Arbeit in den Weihnachtsbäumen steckt.
Hinzu kommen die Ernte- und Vermarktungskosten mit viel Personal sowie teilweise hohen Standgebühren. Der Wettbewerb und die zusätzlichen Importe sorgen für eine situationsgerechte Preisbildung.

Neben aktuellen Faktoren, wie der Inflation, der Lohnentwicklung und die Mehrkosten durch Corona-Vorsorgemaßnahmen, sind Wetterbedingungen eine entscheidende Ursache. In diesem Jahr gab es glücklicherweise so gut wie keine schädigende Spätfröste und ausreichend Niederschläge im Frühjahr und Sommer.

Das Marktvolumen umfasst in Deutschland rund 25 Mio. Bäume. Davon kaufen die privaten Haushalte gut 21 Mio. Stück, 3 bis 4 Mio. Bäume werden von gewerblichen Kunden aufgestellt. Wir rechnen mit einer leicht steigenden Nachfrage, da sich immer mehr Haushalte einen zweiten Baum in den Garten bzw. auf Balkon oder Terrasse stellen. Zudem wächst die Skepsis gegenüber Alternativen aus Plastik, da diese allein aufgrund der CO2-intensiven Herstellung und den meist langen Transportwegen nicht mit natürlich gewachsenen Bäumen konkurrieren können. Hier holt sich der Naturbaum Marktanteile zurück.

Aus deutschem Anbau stammen knapp über 80 Prozent der inländischen Nachfrage. Bei den Importen handelt es sich in erster Linie um Nordmanntannen aus dem nahen Dänemark.

Rund 20 Prozent der hierzulande gekauften Bäume werden importiert. Die meisten davon stammen aus dem nahen Dänemark. Der Grund liegt allerdings nicht darin, dass die inländischen Erzeuger den Bedarf sonst nicht decken könnten oder die Flächen zu knapp wären. Der freie Markt ermöglicht den ausländischen Mitbewerbern schlichtweg, auch hier Bäume zu verkaufen, solange sie konkurrenzfähig sind.

Laut Statista wurden 2020 etwa 700.000 Bäume exportiert. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Nordmanntannen. Größte Abnehmerländer sind die Schweiz, Frankreich, Österreich, Polen und die Niederlande.

In Europa produziert Deutschland die meisten Weihnachtsbäume, gefolgt von Dänemark und Frankreich. International liegen die USA nach manchen Quellen etwa gleichauf mit Deutschland. Die National Christmas Tree Association geht von 25 bis 30 Millionen verkauften Bäumen in den USA aus, von denen der Großteil dort angebaut wird.

Beim Verkauf wird jährlich bundesweit ein Umsatz von rund 800 Millionen Euro gemacht.

Hier liegen keine genauen Informationen vor, auch weil viele Betriebe saisonbedingt mehrere Standbeine haben und weitere landwirtschaftliche und forstliche Produkte anbauen.

Der Verband natürlicher Weihnachtsbaum zählt 41 Mitglieder, darunter auch mehrere Landesverbände. Alle Mitglieder sind hier aufgelistet. Die mittelständischen Unternehmen verstehen sich als führend in der Branche und möchten stellvertretend für viele hundert kleinere Betriebe Trendsetter und Sprachrohr sein.

Aus Sicht des Finanzamts ist der Weihnachtsbaum ein recht komplexes Produkt. An jedem verkauften Baum verdient der Fiskus über die Mehrwertsteuer mit, wie das üblich ist. Während die meisten Produkte einen bestimmten Steuersatz haben, gibt es für Weihnachtsbäume gleich vier verschiedene. Wieviel das Finanzamt an Mehrwertsteuer vereinnahmt, hängt unter anderem davon ab, wer den Baum verkauft und wie er aufgewachsen ist.
Bei einem leblosen Plastikbaum berechnet der Fiskus den vollen Umsatzsteuersatz von 19 Prozent.
Der allgemein für Pflanzen gültige ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent Umsatzsteuer gilt für den artgerecht aufgewachsenen Naturbaum, wie ihn beispielsweise Baumärkte und Gartencenter verkaufen.
Nochmal anders sieht es aus, wenn der Baum direkt von einem Landwirt stammt. Denn Landwirte haben aus Gründen der Vereinfachung die Möglichkeit, für ihre Geschäfte einen pauschalen Steuersatz abzurechnen. Hat der Landwirt den Baum im Wald geschlagen, wo er wild aufgewachsen ist, zahlt setzt er den pauschalen Satz von 5,5 Prozent an. Hat er den Baum dagegen in einer Großkultur gezüchtet, beträgt der Steuersatz 9 Prozent.
Der Landwirt kann unter Umständen auch auf die Pauschalisierung verzichten, dann gelten die normalen 7 Prozent. Und wenn er weniger als 140 Bäume im Jahr verkauft oder einen Umsatz von weniger als 17.500 Euro erzielt, kann er sich von der Mehrwertsteuer sogar komplett befreien lassen.

Die Branche steht vor der Herausforderung, dass Menschen aus missverstandenem Naturschutz einen Plastikbaum kaufen oder Weihnachten komplett ohne Baum feiern. Dabei ist ein hiesiger Naturbaum in der Klimabilanz dem Plastikbaum aus Fernost deutlich überlegen, weil nahezu klimaneutral. Auch sonst schadet er nicht: Verglichen mit anderen Kulturpflanzen bieten Weihnachtsbaumkulturen für die Tiere einen abwechslungsreichen Lebensraum. Vögel, Kleinsttiere und Organismen nutzen die altersgemischten Flächen als Futterquelle, Brutplatz und Wetterschutz. Mehr dazu auf gibt es hier zu lesen.

Die Branche hat sich in den vergangenen Jahren intensiv damit beschäftigt, wie ein coronakonformer Verkauf stattfinden kann. Dazu gehören Schutz- und Hygienemaßnahmen für die Verkaufsstellen (Desinfektionsstationen am Eingang, Abstandsregelungen sowie das Lenken der Kundenströme anhand von Markierungen und Absperrungen) und Regelungen für Verzehr, Sanitäranlagen und Parkflächen. Mit diesen Maßnahmen hat der Verkauf gut funktioniert und wird weiterhin routiniert ablaufen.

Laut einer vom Verband natürlicher Weihnachtsbaum e.V. und Bundesverband der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger in Deutschland e.V. (BWS) in Auftrag gegebenen Studie haben 40 Prozent der Befragten ihren Baum am Stand eines Weihnachtsbaumhändlers erworben. 27 Prozent haben ihren Baum direkt beim Erzeuger gekauft. Baumärkte und Gartencenter kommen auf 19 bzw. 12 Prozent. Im einstelligen Prozentbereich liegen Discounter, Supermärkte und Onlinehändler. Der Rest der zum Fest aufgestellten Bäume stammt aus dem eigenen Garten oder wechselt als Geschenk den Besitzer. In den vergangenen Jahren spielt auch der Online-Handel eine Rolle, allerdings entscheiden sich etwa 95 Prozent der Käufer aufgrund des fehlenden Einkaufs- und Auswahlerlebnisses für den Kauf vor Ort.

Wir empfehlen den Kauf vor Ort, da die Lieferdienste zur Weihnachtszeit bereits an der Belastungsgrenze arbeiten. Am Stand des Weihnachtsbaumhändlers oder direkt beim Erzeuger, aber auch in Baumärkten und Gartencentern, gibt es qualitativ hochwertige Bäume.

Vor dem Kauf sollte man sich die Frage stellen, wie hoch und breit der Baum sein darf und wo im Raum er stehen wird. Es ist hilfreich, vor dem Kauf die verschiedenen Baumarten und ihre Eigenschaften zu kennen. Die wichtigsten Arten sind hier aufgeführt:
https://natuerlicher-weihnachtsbaum.com/weihnachtsbaum-arten/
Beim Kauf ist darauf zu achten, dass der Baum ein festes und intaktes Nadelkleid besitzt. Am besten schaut man sich den Baum genaustens an, bevor dieser für den Transport vorbereitet wird. So kauft man nicht die „Katze im Sack“.

Der Kauf und Versand über Online-Shops stellt zwar eine Option dar, allerdings sind die Lieferdienste in der Weihnachtszeit enormen Belastungen ausgesetzt. Wer garantiert pünktlich zum Fest seinen Baum haben will, dem raten wir zu einem Kauf vor Ort.

So gut wie jeder Baum wird vor dem Transport – auf Wunsch des Kunden – verpackt. Zum Verschnüren oder Einnetzen können auch Seile oder biologisch abbaubare Materialen verwendet werden. Natürlich kann der Käufer auch auf das für ihn platzsparende Verpacken verzichten, wenn er diesen kostenlosen Service nicht benötigt.

Die meisten Bäume werden bereits geschlagen (gesägt) gekauft. Viele Familienbetriebe bieten die Möglichkeit zum Selberschlagen, dennoch handelt es sich dabei nicht um die Masse der verkauften Bäume.

Eine aktuelle Erhebung, die vom Verband natürlicher Weihnachtsbaum e.V. und Bundesverband der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger in Deutschland e.V. (BWS) in Auftrag gegeben wurde, zeigt, dass sich die Leute immer früher einen Weihnachtsbaum zulegen. Über 40 Prozent der Befragten kaufen vor dem zweiten Advent ihren Baum, weitere 25 Prozent vor dem dritten Advent. Auf die Frage, wann der Baumkauf stattfand, antworteten 18 Prozent, dass sie ihren Baum früher als im letzten Jahr kauften. Der Trend geht also zum „Adventsbaum“.
Wann die einzelnen Höfe ihren Verkauf starten, entscheiden sie nach eigenem Ermessen. Eine Vielzahl der Familienbetriebe beginnt zum ersten Adventswochenende mit dem Verkauf. So kann, falls gewünscht, schon zum ersten Advent ein Baum das Wohnzimmer schmücken.

Während die Blaufichte in den 1970er Jahren in Europa besonders beliebt war, ist seit 1980 die Nordmanntanne der Platzhirsch unter den Bäumen. Rund 80 Prozent der Deutschen entscheiden sich für sie und dieser Trend ist ungebrochen. Der Verkaufsanteil der Blaufichte liegt bei rund 10 Prozent – den dritten Platz nimmt die Rotfichte ein. Hier sind die wichtigsten Sorten aufgelistet.

Ja, die gibt es, selbst bei einer permanenten Bewässerung. Nordmanntanne, Nobilistanne und Schwarzkiefer halten auch in wärmeren Innenräumen die gesamte Adventszeit oder sogar darüber hinaus durch. Die Rotfichte beginnt in trockener Luft eher zu nadeln und eignet sich daher besonders gut für den Außenbereich. Die Blaufichte bewegt sich bei der Haltbarkeit im Mittelfeld. Hier werden die Eigenschaften der Bäume näher beschrieben.

Das hängt sehr von der Baumart ab. 80 Prozent der Haushalte greifen zu einer Nordmanntanne. Sie zeichnet sich durch eine lange Haltbarkeit aus. Solange man sie regelmäßig wässert, kann sie ohne Probleme den ganzen Advent bis nach Heiligabend im Wohnzimmer stehen, selbst bis zum Dreikönigstag am 6. Januar. Wer sich an seinem Baum bis Mariä Lichtmess am 2. Februar erfreuen möchte, kann jedes Nadelrisiko ausschließen und sich im späten Advent einen „Folgebaum“ oder „Austauschbaum“ kaufen.

Die durchschnittliche Baumgröße geht heute in Richtung 1,50 bis 1,75 Meter. Früher wurden mehr große, raumhohe Bäume verkauft. Für viele Kunden ist es wichtig, dass der Baum schlank ist und wenig Platz wegnimmt.

Die größten Trends, die sich auch in Umfragen abzeichnen, sind der „Adventsbaum“ und der „Zweitbaum“. Zum einen werden die Bäume immer früher gekauft, was gerade bei der gut haltbaren Nordmanntanne kein Problem darstellt. Zum anderen geht der Trend dahin, sich einen Baum in den Garten oder auf den Balkon, bzw. die Terrasse zu stellen. Zudem tendieren die Menschen beim Kauf zunehmend zu kleineren Bäumen. Das könnte der Tatsache geschuldet sein, dass es immer weniger Wohnraum und mehr Single-Haushalte gibt als noch vor ein paar Jahren.

Weihnachtsbäume zum Ausleihen stellen aus unserer Sicht keine sinnvolle Alternative dar. Während bei geschlagenen Bäumen für jeden ein neuer gepflanzt wird, was in einer neutralen CO2-Bilanz resultiert, müssen Leih- oder Mietbäume geliefert und wieder abgeholt werden. Damit erreicht man nichts für die Umwelt, sondern verschwendet unnötig Energie. Zudem überstehen die Bäume die wechselnden Standorte und Temperaturen oft nicht schadlos.

Die Zunahme der Nachfrage nach Plastikbäumen ist gestoppt. Gleichzeitig stieg der Anteil derer, die den natürlichen Weihnachtsbaum wegen seiner Nachhaltigkeit schätzen. Dies geht aus einer repräsentativen Online-Befragung der SPLENDID RESEARCH GmbH aus dem Jahr 2023 hervor. Dabei greift die jüngere Generation besonders häufig zum natürlichen Weihnachtsbaum. Weitere Informationen gibt es in der Pressemitteilung zum Thema.

Schon beim Kauf kann der Verbraucher den Baum „ständerfertig“ machen lassen. Hierbei kürzt der Verkäufer den Stamm etwas, sodass eine frische Schnittfläche entsteht, die Wasser aufnehmen kann – ähnlich wie bei Schnittblumen. Anspitzen ist hingegen möglichst zu vermeiden, da dies den Wassertransport verringert.

Laut einer repräsentativen Online-Befragung der SPLENDID RESEARCH GmbH aus dem Jahr 2023 waren insgesamt 96 Prozent der Naturbaum-Nutzer sehr oder überwiegend zufrieden mit ihrem Baum.

Die wichtigsten Meilensteine sind hier nachzulesen.

  • Der größte deutsche Weihnachtsbaum steht jedes Jahr in Frankfurt am Main. Der Baum ist in der Regel rund 34 m hoch und wiegt um die acht Tonnen.
  • Noch größer ist der Weihnachtsbaum in Dortmund, der jedes Jahr aus 1700 Fichten zusammengebaut wird. Diese Installation ist ganze 46 m hoch.
  • Der wohl älteste und größte lebende Weihnachtsbaum in Deutschland steht in Rheinfelden-Eichsel. Dieser Mammutbaum wurde um 1902 in den Eichseler Pfarrgarten gesetzt und hat inzwischen 36,4 m Höhe erreicht. Im Advent wird er jedes Jahr mit 13.000 Lichtern in einen strahlenden Weihnachtsbaum verwandelt.
  • Der berühmteste Christbaum der Welt ist wohl die riesige Fichte, die vor dem Rockefeller Center in New York aufgestellt wird. Der Baum und die Eisbahn davor ziehen täglich rund 500.000 Besucher aus aller Welt an.

Früher stellten die Familien den Weihnachtsschmuck meist selbst her. Gebastelt wurden vor allem einfache Sterne und Ketten aus Papier und Stroh. Holzschmuck wurde in Thüringen und – wird bis heute – im Erzgebirge hergestellt. Auch Naturmaterialien wie Zapfen, Nüsse, getrocknete Früchte und Gebäck wie Lebkuchen waren und sind beliebt. Ab dem 18. Jahrhundert wurde Rauschgold oder Flittergold populär, sehr dünne, goldglänzende Messingfolien. Sie wurden in den Baum gehängt oder zur Ummantelung von Dekorationsgegenständen genutzt. Erst gegen 1900 wurde das Rauschgold durch industrielles Lametta abgelöst. Seit 1847 gibt es erstmals mundgeblasene Christbaumkugeln. Der berühmten Gewürzgurke als Baumschmuck ist in diesen FAQs ein eigener Beitrag gewidmet.

Die Konsum- und Überflussgesellschaft, die permanent neuen Moden und Farben folgt, spiegelt sich ab den 1960er-Jahren bis heute auch im Baumschmuck. Beeinflusst von der US-amerikanischen Unterhaltungsindustrie entstanden Baumanhänger unter anderem nach beliebten Figuren des Walt-Disney-Konzerns. Immer öfter werden Baumkugeln in die Merchandisingprogramme von Popstars oder Hollywood-Produktionen aufgenommen, zuletzt zu beobachten im Zusammenhang mit dem Barbie-Film, der 2023 die Kult-Puppe des Spielzeugherstellers Mattel zum Leben erweckte.

Kurios ist der amerikanische Brauch, eine Glasfigur in Form einer Gewürzgurke in den Baum zu hängen. Denn in den USA ist die Annahme verbreitet, dass es sich dabei um eine deutsche Tradition handelt – doch in Deutschland ist dieser Brauch fast unbekannt. Es gibt zwar Belege für frühe Glasgurken aus Thüringen, die aber nie in größeren Stückzahlen hergestellt wurden. Offenbar wurden sie in die USA exportiert und haben sich dort als vermeintlich deutsche Tradition verbreitet. Entsprechend darf, wer die saure Gurke am Heiligabend als erstes findet, sich über ein zusätzliches Geschenk freuen und hat auch besonders viel Glück im neuen Jahr.

Die Heimat der Nordmanntannen sind vor allem die Berge entlang der georgischen Schwarzmeerküste, insbesondere der Große und Kleine Kaukasus. Dort kommt sie in kühl-feuchten Höhen zwischen 900 und 2.500 Metern vor. Benannt wurde sie nach dem finnischen Biologen Alexander von Nordmann (1803–1866).

Bei uns ist die Nordmanntanne vor allem deshalb populär, weil sie sehr gleichmäßig wächst und die für einen Weihnachtsbaum besonders gefragte Dichte an Ästen aufweist. Ihr besonderes Merkmal ist aber die lange Haltbarkeit, sie verliert selbst nach mehreren Wochen in beheizten Räumen nur wenige Nadeln.

Die Blaufichte ist ein Weihnachtsbaum für Kenner. Auf den ersten Blick mögen ihre pieksigen Nadeln abschreckend sein. Allerdings ist ihr bläulich schimmerndes Nadelkleid ein echter Hingucker und sie verströmt, in warmen Räumen aufgestellt, einen besonders weihnachtlich-harzigen Duft. Zudem ist sie mit ihren stabilen Ästen ideal für reichhaltigen Christbaumschmuck.

Kauften die Deutschen ihren Weihnachtsbaum einst traditionell in der Woche vor Heiligabend, rückt dieses Datum seit Jahren immer weiter nach vorne im Kalender. Heute erwacht die Nachfrage bereits in den Tagen vor dem 1. Advent. Dies liegt einerseits an der längeren Haltbarkeit bestimmter Baumarten, speziell in der Robustheit der vor gut 20 Jahren eingeführten Nordmanntanne. Mit ihnen kann man den liebevoll geschmückten Naturbaum entsprechend ausgiebig genießen. Zweitens wirkt sich die aus den USA kommende Mode aus, früh auch den Außenbereich mit einem ansehnlichen zweiten Baum zu dekorieren.

Für einen sicheren Transport ist es wichtig, den Baum gut zu befestigen. Zudem darf der Baum laut § 22 der Straßenverkehrsordnung höchstens eineinhalb Meter über das Heck des Fahrzeugs hinausragen. Ab einem Meter muss das Ende zudem mit einer roten Fahne – oder bei Dunkelheit mit einem roten Licht – gekennzeichnet werden. Weitere Informationen zu einem sicheren Transport gibt es in der Pressemitteilung.

Grundsätzlich ist ein Lastenrad oder ein Anhänger für diese Aufgabe besonders geeignet. Der Baum muss gegen Verrutschen gesichert werden und darf die Sicht und Manövrierfähigkeit nicht einschränken. Außerdem darf der Baum seitlich nur 40 Zentimeter über das Rad hinausragen. Große Bäume müssen also der Länge nach transportiert werden. Auf herkömmlichen Fahrrädern ist es entspanntesten, den eingenetzten Baum aufzulegen, am Rahmen zu befestigen und das Rad – am besten zu zweit – zu schieben. Auch so kommt der Baum sicher vom Verkaufsort um die Ecke bis an die Haustür. Weitere Informationen zu einem sicheren Transport gibt es in der Pressemitteilung.

Anbau und Pflege

Die angebotenen Bäume kommen aus angelegten Weihnachtsbaumkulturen. Rund 2.000 Erzeuger produzieren in Deutschland auf ihren landwirtschaftlichen Flächen Weihnachtsbäume außerhalb des Waldes. Der Anbau von Weihnachtsbäumen ist in ganz Deutschland anzutreffen, Anbauschwerpunkte sind das Sauerland und Niedersachsen, gefolgt von Schleswig-Holstein, Bayern und Baden-Württemberg. Aus deutschem Anbau stammen knapp über 80 Prozent der inländischen Nachfrage. Bei den Importen handelt es sich in erster Linie um Nordmanntannen aus dem nahen Dänemark.

Bezüglich der Gesamtfläche in Deutschland gibt es nur grobe Schätzungen. Die Angaben schwanken zwischen 30.000 und 50.000 Hektar. Für eine verlässliche Flächenzahl müsste man große Erzeugerbetriebe ebenso erfassen wie zahllose Landwirte, die „nebenbei“ einige Weihnachtsbäume anbauen.

Nein, die Anlage von Weihnachtsbaumplantagen ist in Deutschland genehmigungspflichtig, wobei auch die Umweltverträglichkeit genau geprüft wird. In der Regel ist die Untere Landschaftsbehörde zuständig, deren Aufgabe die Einhaltung des Naturschutzgesetzes ist. Somit ist ausgeschlossen, dass durch Weihnachtsbäume wertvolle Natur- oder Waldflächen verloren gehen.

Eine beispielsweise zwei Meter große Nordmanntanne ist von Samen bis zur Ernte 12 bis 14 Jahre alt. Davon hat sie drei bis vier Jahre in der Baumschule verbracht. Die restlichen neun bis elf Jahre steht sie in der Weihnachtsbaumkultur.

Die Dauer wird letztlich von der Wuchsgeschwindigkeit des jeweiligen Baumes vorgegeben. Um die Weihnachtsbaumkulturen muss sich der Zuchtbetrieb nicht nur in bestimmten Jahreszeiten kümmern, sondern das gesamte Jahr über, von Frühling bis Winter, und das über viele Jahre.

Der gesamte Arbeitsaufwand für einen Hektar Weihnachtsbaumpflanzung beträgt im Jahr rund 80 Stunden. Das entspricht ungefähr dem Aufwand eines Winzers in seinem Weinberg.

Das Saatgut für den Anbau von Nordmanntannen wird größtenteils aus Georgien importiert, da das Saatgut dieser Herkunft besonders positive Eigenschaften besitzt. Zur Ernte werden die Zapfen für die Saatgutgewinnung von Bäumen mit bis zu 40 m Höhe fachkundig von Hand gepflückt. Die Zapfenpflücker holen die Samen unter Einhaltung hoher Sicherheitsstandards von den Bäumen. Um die hochwertige Qualität und die Arbeitssicherheit der der Zapfenpflücker zu gewährleisten, wird die Saatguternte oftmals von Experten der Baumschulen begleitet.

Die Produktion von Weihnachtsbäumen in marktgerechten Qualitäten hängt maßgeblich von der Wahl des Saatgutes und dessen natürlichen genetischen Eigenschaften ab. Die verschiedenen Herkünfte entwickeln sich, obwohl sie derselben Art angehören, je nach Standort (Terroir) unterschiedlich.

Die Herkünfte um Borchomi und Ambrolauri in Georgien zeichnen sich durch ein besonders schönes Wuchsbild aus sowie durch einen späten Austrieb im Frühjahr, was das Frostrisiko vermindert.

Besonders gefährlich sind Spätfröste im Frühjahr. Die Bäume haben zu diesem Zeitpunkt häufig schon ausgetrieben, und der Frost zerstört die noch frischen Triebe. Bei langanhaltendem Winterfrost sind die Bäumchen nicht in der Lage, Wasser und Nährstoffe in die Knospen zu transportieren und verkümmern ganz oder teilweise. Zudem kann sommerliche Trockenheit gerade die Jungpflanzen schädigen.

Die frischen, noch weichen Triebe sind beim Wild sehr begehrt, die Schäden sind ähnlich wie beim Frühjahrsfrost. Die meisten Weihnachtsbaumkulturen werden daher mit einem Wildschutzzaun versehen.

Ja, aber der Befall ist witterungsabhängig und tritt nur selten auf. Als mögliche Schädlinge sind vor allem der Fichtentriebzünsler und verschiedene Arten von Läusen gefürchtet. Bei starkem Befall müssen die Kulturen nach der Maßgabe des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit geschützt werden.

Vögel landen zumeist auf dem sogenannten Terminaltrieb, der Spitze eines Baumes. Ein junger, noch nicht verholzter Terminaltrieb kann sehr leicht abbrechen. Damit die Vögel sich nicht auf die wertvolle Spitze setzen und sie abbrechen, werden als Sitzmöglichkeit für die Vögel per Hand an die Spitze der Bäume Holzstäbe angeklemmt.

Bereits im Sommer sieht man farbige Bändchen in den Kulturen. Die Etikettierung dient der Qualitäts- und Größensortierung. Mit der Etikettierung der Bäume wird Anfang August begonnen, dann ist die Verholzung der jungen Triebe weitestgehend abgeschlossen und die endgültige Qualität der Bäume erkennbar. Der Erzeuger gewinnt damit für die bevorstehende Saison die notwendige Information über die Anzahl der vermarktungsfähigen Bäume und deren Qualitäten.

In den ersten Jahren wachsen die Bäume eher langsam. Die Pflegearbeiten konzentrieren sich auf die Regulierung der Begleitflora, eine entzugsorientierte Düngung sowie der Kontrolle auf Schädlingsbefall und ggf. Behandlung. Ab dem sechsten Jahr kommen Arbeiten zur Terminalverkürzung und für den Formschnitt hinzu:

  • Um das Spitzenwachstum zu hemmen und damit die Abstände zwischen den Astreihen gleichmäßig zu halten, wird mit einer Spezialzange der Saftstrom gehemmt. Der Wuchs des Terminaltriebes wird auf diese Weise mechanisch gebremst.
  • Durch manuelles Herauszwicken der äußersten Triebe regulieren die Erzeuger den Wuchs der Seitentriebe und erzielen somit eine regelmäßige Rundung des Baumes und schmalere Baumformen. Diese Arbeiten werden auch Formschnitt genannt. Die Triebverkürzung stellt eine qualitätsfördernde Maßnahme zur Erzielung formschöner Bäume dar und verlängert damit die Produktionszeit und das Produktionsrisiko um ein ganzes Jahr.

Weihnachtsbäume sind relativ anspruchslos und wachsen auch auf leichten Böden mit geringen Humusanteilen. Zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit und einer ausreichenden Nährstoffversorgung müssen Weihnachtsbaumkulturen gedüngt werden. Die Düngergaben werden bedarfsgerecht nach Bodenanalysen ausgebracht. Es wird in der Regel nur so viel Dünger auf den Flächen ausgebraucht, dass der Entzug durch die Bäume ausgeglichen ist. Neben Naturkalk zur Regulierung des PH-Wertes werden in erster Linie Stickstoff, Phosphat und Kalium benötigt. Anders als beispielsweise bei der Monokultur Mais, sind die Böden einer Weihnachtsbaumkultur aufgrund der meist zehnjährigen Standzeit keineswegs ausgemergelt oder erosionsgefährdet. Im Vergleich zu üblichen Düngegaben im Getreidebau (Weizen: 240 kg N/ha) werden Weihnachtsbäume mit etwa 80 kg N/ha nur sehr schwach gedüngt. Oftmals werden stabilisierte Stickstoffdünger eingesetzt, die eine Nitratauswaschung vermindern. Zudem bleiben die Fahrgassen ungedüngt. Eine Belastung der Umwelt ist somit ausgeschlossen.

Nein. Im Gegensatz zu einjährigen Pflanzen wie Mais, Raps, Weizen, Gerste usw. wird der Boden während der langen Standzeit eines Baumes die Böden nicht bearbeitet. Es können sich deshalb im Boden Kleinlebewesen z. B. Regenwürmer und Mikroorganismen prächtig entwickeln.

Die Bäume werden einzeln mit einer Motorsäge oder Motorzange geschnitten. Das Fachwort dafür lautet „motormanuell“.

Pflanzenschutzmittel sind häufig nicht erforderlich bzw. werden nur punktuell nach strengen gesetzlichen Vorgaben eingesetzt. Bedingt durch diese extensive Nutzung der Flächen und die lange Produktionszeit von neun bis elf Jahren auf einem Quartier, entstehen für viele Lebewesen und Pflanzen sehr günstige Bedingungen und es entwickelt sich eine artenreiche Fauna und Flora. Besonnte Offenflächen, begrünte Fahrgassen und Randflächen schenken auch seltenen Echsen und Insekten Lebensraum. Untersuchungen der Universität Osnabrück belegen, beispielsweise, dass die Weihnachtsbaumkulturen die Nistmöglichkeiten und damit das Vorkommen von seltenen und vom Aussterben bedrohten Vogelarten fördern. Hierzu zählen Heidelerchen, Kiebitze, Rebhühner, Neuntöter und Heckenbraunellen.

In den jungen Kulturen können zur Regulierung der Begleitflora Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Sobald ein Bestandsschluss in der Weihnachtsbaumkultur besteht, oft ab dem 4. Standjahr bis zur Ernte, erfolgt in den nachfolgenden sechs Jahren ein Einsatz nur bei Bedarf. Die Begleitflora wird sehr oft mechanisch durch Mähen und Mulchen im frühen Sommer reguliert. Dies ist zwischenzeitlich auch wirtschaftlicher.

Als mögliche Schädlinge muss vor allem auf verschiedene Arten von Läusen und den Fichtentriebzünsler geachtet werden. Bei starkem Befall müssen die Kulturen mit eigens hierfür vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zugelassenen Pflanzenschutzmittel behandelt werden.
Vorbeugend gegen Pilzbefall im Weihnachtsbaumanbau ist die gute Durchlüftung der Kultur. Deshalb sind Stumpfbeschneidung (Entfernung des untersten Astkranzes), ein ausreichend großer Pflanzabstand und das Meiden von feuchten Tallagen heute Standard. Netzschwefel gegen Gallmilben und Algenbelag wird wie im Weinanbau als Fungizid im Weihnachtsbaumanbau teilweise eingesetzt. Dies ist ein Mittel, das auch im ökologischen Anbau verwendet wird.

Es gibt sehr umfangreiche und detaillierte Vorgaben für den Einsatz und die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln. Diese sind im Pflanzenschutzgesetz geregelt. Dazu zählen:

  1. Sachkundenachweis
  2. Anwendung nur zugelassener Pflanzenschutzmittel
  3. amtliche Kontrolle (Spritzen-TÜV)
  4. Anwendungshinweise, Dosierungen einhalten
  5. Bienenschutz
  6. Wartezeiten beachten etc.

Die Branche der Christbaumerzeuger ist, genauso wie alle sonstigen Landwirte, an die Gesetze und Verordnungen ordnungsgemäßer Landwirtschaft gebunden. Die Vorgaben schreiben genau vor, was erlaubt ist und was nicht. Viele Betriebe lassen Nadelproben regelmäßig kontrollieren, beispielsweise von dem international anerkannten Labor „Eurofins“ in Hamburg. Soweit bei den von ausgewählten Produzenten gezogenen Proben überhaupt Rückstände nachgewiesen wurden, handelte es sich ausschließlich um zugelassene Mittel. Alle Analysewerte lagen selbst unter den für Lebensmittel zulässigen Grenzwerten und bestätigen die Unbedenklichkeit der Bäume – in dieser Hinsicht könnte man seinen Weihnachtsbaum sogar verzehren (aber nur in dieser theoretischen Hinsicht!).

Im Rahmen des deutschen Fachrechts, von Cross Compliance sowie der Zertifizierung nach Global G.A.P. dokumentieren die landwirtschaftlichen Betriebe ihre Pflanzenschutzanwendungen schlagbezogen. Hier wird die Anwendungsfläche, das Anwendungsdatum, die Kultur, das Mittel, die zugelassene Aufwandsmenge, die ausgebrachte Aufwandsmenge, der Grund der Anwendung, die Art der Anwendung, die Wartezeit und der Name des Anwenders festgehalten.
Die größeren Betriebe, die auch im Handel tätig sind, sind mehrheitlich nach Global G.A.P. zertifiziert.
Der Landwirt kann somit jederzeit dokumentieren, wo, was, wie viel, wie und durch wen Mittel ausgebracht wurden.

Da gerade die Nordmanntannen lange halten und wenig nadeln, bleiben sie bis zum Fest saftig grün und benötigen keine Konservierungsstoffe. Die Branche der Christbaumerzeuger ist, genauso wie alle sonstigen Landwirte, an die Gesetze und Verordnungen ordnungsgemäßer Landwirtschaft gebunden. Die Vorgaben schreiben genau vor, was erlaubt ist und was nicht.
Eine kühle Lagerung ist vor und nach dem Verkauf eine gute Methode, um den Baum frisch zu halten. Zudem sollte er nach dem Aufstellen regelmäßig und großzügig gegossen werden.

Wichtig ist der sorgfältige Umgang mit den Bäumen. Zu einer ordnungsgemäßen Ernte zählen ein gerader Schnitt, ein ausgeputzter Stamm und die Vermeidung jeglicher Schleifspuren am Baum. Weiterhin muss das sogenannte „Abgasen“ berücksichtigt werden. In gleicher Weise wie beispielsweise Äpfel produziert auch ein Weihnachtsbaum bei der Ernte Äthylengas, das den Reifeprozess beschleunigt. Um diesen unerwünschten Reifeprozess zu vermeiden, müssen die Bäume etwa zwei Tage liegen gelassen und dann erst eingenetzt und gestapelt werden. Wenn diese Grundregeln beachtet werden, bleibt ein Baum ohne Probleme die gesamte Weihnachtszeit frisch.

Zunächst ist die Wahl der Baumart entscheidend. So sind Nordmanntannen, die rund 80 Prozent der in Deutschland verkauften Weihnachtsbäume ausmachen, von Natur aus lange haltbar. Auch Kiefern sind ein Hingucker und halten sich in Innenräumen gut. Vor dem Aufstellen des Baums in der Wohnung sollte man das Stammende um ca. 5 cm kürzen. Zudem sollte der Baum nach dem Aufstellen regelmäßig und großzügig gegossen werden. Ein Zusatz von Spülmittel, Essig, Zucker, Schnaps, Kupfermünzen, Blumenwasser-Produkten oder was sonst noch alles im Internet empfohlen wird, ist vollkommen unnötig und oft sogar schädigend.

Ein fertiger Kranz kann mit einer Sprühflasche vor dem Austrocknen geschützt werden. Den Kranz über Nacht nach draußen zu stellen, hilft ebenfalls gegen das Austrocknen in der warmen Heizungsluft.
Im Zimmer sollte das Schnittgrün nicht in direkter Nähe von Heizkörpern stehen. Von einer Konservierung, beispielsweise mit Haarspray, raten wir ab. Erstens steigt dadurch die Brennbarkeit und zweitens wird der herrlich natürliche Tannenduft dadurch überlagert.

Nein – es handelt sich bei den Tierchen nicht um Zecken, sondern meist um Baumläuse, auch Rindenläuse oder Lachniden genannt. Sie sind für Mensch und Haustiere nicht giftig oder anderweitig gefährlich. Wegen der warmen und trockenen Luft überleben sie nicht lange und könne auch keine weiteren Pflanzen befallen. Sollten Sie verendete kleine Tierchen unter Ihrem Baum entdecken, können Sie diese einfach aufsaugen. Eventuelle Spuren des Honigtaus sind gut wasserlöslich und lassen sich mit einem feuchten Tuch leicht wegwischen.

  • vor dem Kauf Raumhöhe messen
  • Baum nicht an Heizung aufstellen
  • Stamm vor dem Einsetzen in den Ständer frisch ansägen
  • Netz von unten auftrennen
  • vor dem Schmücken Zweige ruhen und sich entfalten lassen
  • regelmäßig und nur mit reinem Wasser gießen
  • Ständer auf Dichtigkeit prüfen
  • nur elektrische Lichter mit Prüfsiegel verwenden
  • bei echten Kerzen Löschwasser bereithalten

Umwelt, Klima und Gesundheit

Diesbezüglich liegen uns keine Informationen vor, da die Strecke je nach Anbau- und Verkaufsregion stark variieren kann. Wer auf den eigenen CO2-Fußabdruck achtet, sollte die Bäume möglichst beim lokalen Erzeuger erwerben. Bezüglich der CO2-Bilanz ist ein echter Baum einer alternative aus Plastik überlegen, da schon bei ihrer Herstellung CO2 freigesetzt wird und meist ein Import aus Fernost stattfindet. Hier gibt es einen Beitrag zum Klima-Thema.
Bis eine (Nordmann-)Tanne gefällt wird, speichert sie 18 kg CO2. (Quelle: Nadel Journal 7/8 2020)

Nach Weihnachten finden die Bäume eine neue Verwendung. Viele Kommunen bieten den Service zum Abtransport vom Straßenrand oder von Sammelstellen. Anschließend werden die Bäume meist kompostiert oder zur Energieerzeugung genutzt. Zum prozentualen Anteil für ganz Deutschland gibt es keine offiziellen Zahlen, aber auf kommunaler Ebene sind diese evtl. zu erfragen.
Auch daheim können die ausgedienten Bäume als Feuerholz dienen. Der Stamm sollte allerdings ein bis zwei Jahre trocknen, bevor dieser im Kaminofen landet.
Bäume, die zuvor geschmückt im Wohnzimmer standen, landen nicht in den Zoos. Schließlich wären sie zu trocken und es müsste sichergestellt werden, dass sich kein Lametta oder anderer Schmuck zwischen den Zweigen befindet. Dennoch kaufen einige Zoos die nach dem Fest besonders günstigen Bäume direkt vom Verkaufsstand und geben sie beispielsweise den Elefanten. Ausführliche Informationen sowie eine Infografik finden sich hier in der verlinkten Pressemitteilung.


Hier gibt es einige Tipps, was man sonst noch Sinnvolles mit dem ausgedienten Baum tun kann.

Ein naturschonender Anbau spielt unter den Erzeugern eine immer größere Rolle. Viele Betriebe pflanzen Blühflächen an und wirken aktiv dem Insektensterben entgegen. Auch Kooperationen mit Imkern, das Anbringung von Sitzstangen und Brutkästen für Vögel sowie das Aufstellen von Insektenhotels gehören zu beliebten Maßnahmen zur Verbesserung der Artenvielfalt.
Verglichen mit anderen Kulturpflanzen bieten Weihnachtsbaumkulturen für die Tiere einen abwechslungsreichen Lebensraum. Seltene Vögel, Kleinsttiere und Organismen nutzen die altersgemischten Flächen als Futterquelle, Brutplatz und Wetterschutz.
Damit die Erzeuger ihren verantwortungsvollen Anbau auch nachweisen können, bietet ihnen der Verband natürlicher Weihnachtsbaum die Möglichkeit, ein unabhängig kontrolliertes Naturbaumsiegel zu erwerben. Es setzt unter anderem die seit längerem bestehenden Zertifizierungen nach GLOBAL G.A.P. oder PEFC voraus. Wir rechnen damit, dass in den kommenden Jahren immer mehr Bäume mit dem Naturbaumsiegel in den Handel kommen werden. Welche Kriterien für Arten-, Umwelt- und Klimaschutz beim Naturbaumsiegel vorausgesetzt werden, erfahren Sie hier.

GLOBALG.A.P. (GlobalGood Agricultural Practice) steht auf Deutsch für „Global bewährte Praktiken für die Landwirtschaft.“ Eine Zertifizierung durch den GLOBALG.A.P.-Standard erfordert dass der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und andere Hilfsstoffe auf ein absolutes Minimum reduziert wird, um die Umwelt nicht zu belasten.

Mit dem Naturbaumsiegel setzt der Verband natürlicher Weihnachtsbaum e.V. ein klares Statement für ein Mehr an Klima-, Natur- und Arbeitsschutz. Damit gehen die Betriebe auf den Wunsch vieler Kundinnen und Kunden ein, die mehr Transparenz fordern und mit ihren Kaufentscheidungen einen Beitrag für Klimaschutz und Nachhaltigkeit leisten wollen. Hier gibt es weitere Informationen zum Naturbaumsiegel.

Verglichen mit dem klassischen Ackerbau ist der Einsatz von Düngemitteln sehr gering, Pflanzenschutzmittel sind häufig nicht erforderlich, bzw. werden nur punktuell eingesetzt. Bedingt durch diese extensive Nutzung der Flächen und die lange Produktionszeit von neun bis zehn Jahren auf einem Quartier, entstehen für viele Lebewesen und Pflanzen sehr günstige Bedingungen und es entwickelt sich eine artenreiche Fauna und Flora. Untersuchungen der Universität Osnabrück belegen, beispielsweise, dass die Weihnachtsbaumkulturen die Nistmöglichkeiten und damit das Vorkommen von seltenen und vom Aussterben bedrohten Vogelarten fördern. Hierzu zählen Heidelerchen, Kiebitze, Rebhühner, Neuntöter und Heckenbraunellen.

Es handelt sich um eine extensive Ackerkultur mit geringer Ertragsleistung. Besonnte Offenflächen, begrünte Fahrgassen ermöglichen den Lebensraum für diese seltenen Vögel, Echsen und Insekten.

Der Anbau von Weihnachtsbäumen auf landwirtschaftlichen Flächen ist auch aus Sicht der CO2-Bilanz positiv zu bewerten, da ihr Anbau klimaneutral ist. Forstexperten gehen davon aus, dass auf einem Hektar einer Weihnachtsbaumkultur während der üblichen zehn Standjahre bis zu 145 Tonnen Kohlendioxid gebunden werden. Hier bieten wir eine Grafik dazu an.

Die nachhaltige Bewirtschaftung der Weihnachtsbaumkulturen wird als Voraussetzung für Wirtschaftlichkeit und gesellschaftliche Akzeptanz der Branche angesehen. Die Weihnachtsbaum-Erzeugung nach derzeit fachlicher Praxis erfüllt die Kriterien der DLG-Nachhaltigkeitsstandards sowie die Kriterien umweltverträglicher Landwirtschaft im System der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft. Darüber hinaus lassen sich zunehmend Betriebe der Weihnachtsbaumbranche zertifizieren (z. B. nach Global G.A.P.), ein weiterer Beleg für das starke Bemühen um Nachhaltigkeit.

Der Baum sollte vollständig abgeschmückt sein. Nur so ist er ein kompostierbares Naturprodukt. Entweder sollte er zerkleinert im eigenen Garten kompostiert oder beim regionalen Entsorgungsunternehmen abgegeben werden. Meist führen die Kommunen auch Sammlungen durch oder richten öffentliche Sammelstellen ein. Dann schließt sich der stoffliche Kreislauf wieder.

Alternativ kann man im Folgewinter wohlige Kaminwärme aus dem getrockneten Baum gewinnen oder ihn für interessante DIY-Projekte nutzen.

  • Als Futter für Tiere in Zoos und Freigehegen
  • Als Hackschnitzel für die Energie- und Wärmegewinnung
  • Als Häckselgut zur Bildung von Humus z. B. auf den abgeernteten Weihnachtsbaumflächen

Ein im Topf aufgewachsener Baum kann nur für die jungen Jahre genutzt werden, da er irgendwann zu schwer für den Transport wird. Problematisch sind auch die Temperaturunterschiede zwischen der Wohnung und dem eigentlichen Standort draußen, die sich negativ auf die Gesundheit des Baumes auswirken.
Auch die Aufzucht gestaltet sich schwierig. Da einige Arten, wie zum Beispiel der beliebten Nordmanntanne, lange Pfahlwurzeln bildet, müssen diese von den Baumschulen viele Jahre unterschnitten werden, damit das Wurzelwerk nicht in die Tiefe geht.
Der Baum im Topf erfüllt auch nicht seine ökologische Funktion, wenn dieser über weite Strecken angeliefert und nach dem Fest wieder abgeholt wird.

Nein, es bestehen keine gesundheitlichen Gefahren, die von Christbäumen ausgehen.
Der Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger lies 2012, 2013, 2014, 2015 und 2016 von dem international anerkannten Labor „Eurofins“ in Hamburg bundesweit Nadelproben ziehen und untersuchen. Soweit überhaupt Rückstände nachgewiesen wurden, handelte es sich ausschließlich um zugelassene Mittel. Alle Analysewerte lagen unter den für Lebensmittel zulässigen Grenzwerten und bestätigen die Unbedenklichkeit der Bäume. Auch größere Betriebe und Weihnachtsbaumhändler lassen durch Eurofins jährlich ihre Bäume kontrollieren. Nach Rücksprache mit dem einen oder anderen Betrieb vor der Saison 2016 waren dort alle Analysen ohne Befund, d. h. es wurde kein chemischer Wirkstoff gefunden.

Durch die Beschaffenheit einer Weihnachtsbaumkultur und die Erhaltung des Offenlandcharakters in den acht bis zehn Jahren bis zur Ernte, entstehen für viele Lebewesen und Pflanzen günstige Lebensbedingungen. Weihnachtsbaumkulturen bieten ein ideales Brut- und Nahrungshabitat für Vogelarten wie die Heidelerche, den Goldammer, den Bluthänfling und die Heckenbraunelle. Zudem besiedeln auch andere sogenannte Bodenbrüter, wie der Baumpieper und der Neuntöter, diesen Lebensraum. Das belegen immer wieder unabhängige Studien, zum Beispiel der Universität Münster oder der Universität Osnabrück

Nachhaltigkeit wird bei den Weihnachtsbaum-Anbauern großgeschrieben, die oft seit Generationen tätig sind. Mosaikartig angeordnete Parzellen liefern Weihnachtsbäume in verschiedenen Größen und bieten fließende Übergänge zwischen unterschiedlichen Habitatstrukturen. Mit der Ernte der Weihnachtsbäume werden die Flächen, oft nach kurzer Zeit einer Zwischenfrucht zur Bodenregeneration, wieder aufgeforstet. Für jeden geernteten Baum wird wieder ein neuer gepflanzt.

Auch ohne die heutigen Studien zur Farbpsychologie wussten die Menschen bereits, dass das satte Grün gut für das eigene Wohlempfinden ist. Eine Studie der Ludwig-Maximilians-Universität München belegt sogar, dass die Farbe Grün die Kreativität steigert. Der Duft des Harzes und der ätherischen Öle wirkt wie eine Aromatherapie. Ein gut gewässerter Baum verdunstet zudem über seine Nadeln das Wasser und gleicht die trockene Heizungsluft aus. Dass schon der Anblick von Natur eine heilende Wirkung hat, zeigten bereits Studien, die 1984 im Wissenschaftsmagazin „Science“ veröffentlicht wurden: Die Patienten, die nach ihrer Operation aus dem Fenster in die grüne Natur schauten, verlangten weniger Schmerzmittel und konnten früher aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Ein Hektar Weihnachtsbaumkultur filtert während der üblichen zehn Jahre Standzeit bis zu 149 Tonnen CO2 aus der Luft und gibt ihr etwa 100 Tonnen Sauerstoff zurück. Wenn der Weihnachtsbaum nach dem Fest kompostiert oder verbrannt wird, gibt er nicht mehr CO2 ab, als er gespeichert hatte. Außerdem speichert ein Hektar Kultur rund 18.000 Liter Wasser und schützt es vor Verdunstung. Hier geht es zur Pressemitteilung.

Der Kauf eines Plastikweihnachtsbaums wirkt sich in mehreren Bereichen negativ aus. Die Anschaffung einer Plastiktanne vergrößert unser Plastikmüllproblem und die Herstellung, der Transport und die Verbrennung von Plastik verschärfen die Klimakrise. Der natürliche Weihnachtsbaum aus regionaler Erzeugung gilt dagegen als nahezu klimaneutral, während der Plastikbaum mit durchschnittlich rund 48 kg CO2 pro Baum eine sehr negative Klimabilanz ausweist. Ein Kunstbaum müsste 17 bis 20 Jahre im Einsatz sein, um seine negative Ökobilanz auszugleichen. Die Praxis lehrt jedoch, dass er viel früher weggeworfen wird. Weihnachtsbäume aus Plastik bestehen aus Verbundstoffen, die sich nicht wirtschaftlich in ihre Komponenten trennen lassen und damit ein Recycling praktisch unmöglich machen. Zudem können sie, wie Untersuchungen wiederholt zeigten, giftige Stoffe wie Schwermetalle und Weichmacher enthalten. Dieser Chemiecocktail ist in der Wohnung und bei der späteren Entsorgung ein Problem. Naturbäume können hingegen problemlos kompostiert, energetisch verwendet oder zum Heimwerken und Basteln genutzt werden. Weitere Informationen gibt es in der Pressemitteilung zum Thema.