Die Kiste mit Weihnachtsdeko liegt in den Untiefen des Kellers, die Lichterkette ist verknotet und die schönen Christbaumkugeln werden rar. Spätestens jetzt wünschen Sie sich einen Zauberbaum, der sich von allein schmückt. Ganz so einfach wie im Märchen „Tischlein, deck dich!“ der Gebrüder Grimm geht es leider nicht, aber unsere Tipps erleichtern Ihnen das Schmücken.

Kurz vorab: Wem die geerbten Figürchen von Oma nicht mehr gefallen oder wer gerne regelmäßig den Baum in ein neues Festtagsgewand hüllt, sollte zuerst in die Rubrik „Aktuelle Trends“ schauen.
Nach dem Aufstellen entfaltet der Baum erst innerhalb eines Tages seine Äste, daher können Sie die Zeit nutzen und sich Gedanken um die Dekoration machen.

Es werde Licht – mit und ohne Kabel

Falls Sie eine Lichterkette besitzen, wird mit dieser begonnen. So können Sie das Kabel ohne Hindernisse verlegen. Vor dem Anbringen ist es sinnvoll zu überprüfen, ob auch wirklich alle Lämpchen funktionieren. Achten Sie beim Kauf neuer Weihnachtsbaumbeleuchtung auf das VDE-Prüfzeichen. Zudem gibt es mehrere Varianten von Ketten: Entweder besteht sie aus einem Kabelstrang, oder verläuft in einem geschlossenen Kreis. Letztere falten Sie vor dem Anbringen auf die Hälfte. Beginnen Sie an der Spitze und befestigen Sie die kleinen Lämpchen Kreisförmig bis in die untersten Äste. Das Kabel darf dabei nicht straff gespannt sein, zumal schwerer Baumschmuck die Äste weiter nach unten zieht. Eher sollten die Leuchten aufliegen und am kompletten Baum grob in Position gebracht werden, bis sie im nächsten Schritt befestigt werden. Wer kein Kabelwirrwarr am Baum möchte, kann auf elektrische Kerzen samt Funkfernbedienung zurückgreifen.

Echte Kerzen bringen Sie hingegen erst zum Schluss an, da diese aufgrund ihrer Länge sonst im Weg sind und abbrechen können. Bei den echten Kerzen gilt es zu beachten, dass kein über der Kerze hängender Ast angesengt wird. Stellen Sie aus Sicherheitsgründen einen Eimer Wasser oder einen Feuerlöscher bereit und lassen Sie den Baum niemals unbeaufsichtigt. Kurze Kerzenstummel sind rechtzeitig auszutauschen.

Farbe, Form und Fülle

Ob klassisch rot, prunkvoll mit Gold und Silber oder in der Hoffnung auf frostige Weihnachten in kaltem blau-weiß – ein einheitliches Farbschema verleiht dem Baum die gewünschte Ausstrahlung. Hier gilt: Weniger ist mehr, da der Baum sonst schnell chaotisch ausschaut. Auch die richtige Wahl der Materialien lässt den Baum stimmiger wirken. So eignen sich hölzerne Elemente besonders gut für warme Farben und edle rote Schleifchen verleihen dem Baum mit goldenen Elementen eine majestätische Pracht.

Die Form folgt der Funktion: Starke Äste halten den schweren Schmuck besonders gut, wenn dieser nicht ganz außen angebracht wird. Für die mittleren und oberen Reihen harmonisieren kleinere Kugeln mit der Pyramidenform des Baumes. Besonders gut machen sich wenige große Elemente wie Nussknacker oder Vögel an den stärksten Ästen als Blickfang.

Besonders detailreich wirkt der Baum, wenn Sie auch zum Stamm hin in die Tiefe schmücken und die Lücken ausfüllen. Mit Lametta und Engelshaar könnt Ihr die Äste farblich behängen und dem Baum mehr Volumen geben. Der prachtvolle Schmuck für die Spitze darf natürlich nicht fehlen. Wie der letzte Stein einer Pyramide vollendet der Stern oder die Christbaumspitze das weihnachtliche Schmücken.