Das neue Jahr ist angebrochen, der Baum hat seinen Freundschaftsdienst als weihnachtlicher Begleiter erfüllt und die Vorfreude auf den Frühling erwacht. Nun stellen Sie sich die Frage, wie Sie den Weihnachtsbaum entsorgen oder gar in Teilen weiter nutzen können.

Auch wenn der Christbaum nach Wochen in der Wohnung nicht mehr saftig grün aussieht, müssen Sie ihn nicht wie ein Wegwerfprodukt behandeln. Doch egal was mit dem Baum nach dem Fest geschieht: Befreien Sie den Baum vorher bitte sorgfältig von Christbaumschmuck, Lametta und sonstigen Rückständen.

Weihnachtsbaum richtig entsorgen

Wer eine kurze, aber intensive Weihnachtszeit bevorzugt, baut den Baum schon am 28.12. wieder ab. Besonders geläufig ist hingegen der 6. Januar des neuen Jahres. Das hat einerseits mit dem christlichen Fest der Heiligen Drei Könige zu tun, welches an diesem Tag gefeiert wird. Andererseits besteht der praktische Grund, dass die Bäume häufig an diesem Tag gegen einen Obolus von eifrigen Helfern eingesammelt werden, beispielsweise durch die Freiwillige Feuerwehr. In vielen Städten kann man die Bäume auch kostenlos zu einer zentralen Sammelstelle bringen.

Am 2. Februar, genau 40 Tage nach Weihnachten, feiern Katholiken Mariä Lichtmess und schließen damit die Weihnachtszeit ab. Mit diesem Datum haben die Nachzügler unter Ihnen einen Grund, sich erst dann des Baumes zu entledigen. Irgendwann ist aber auch die Zeit für die ausdauerndsten Bäume gekommen und Sie fragen sich bestimmt, ob Sie die Tanne nicht einfach „zurück“ in die Natur legen dürfen. Auch wenn Sie im Wald schon mal auf das Gerippe eines ausgedienten Weihnachtsbaums gestoßen sind, ist diese Form der Entsorgung nicht erlaubt. Sie laufen Gefahr, dass Sie damit nicht nur das Auge des Spaziergängers beleidigen, sondern vielmehr auch das Gleichgewicht des Ökosystems stören. Das gilt natürlich erst recht für künstliche Weihnachtsbäume, die unser Plastikmüll-Problem völlig unnötig vergrößern. Einen Plastikbaum im Wald zu entsorgen, ist ordnungswidrig.

Das Holz sinnvoll nutzen

Um den natürlichen Weihnachtsbaum für eigene Zwecke zu nutzen, können Sie den Baum trocknen lassen und als Feuerholz verwenden. Dafür muss das Holz rund ein Jahr trocknen. Alternativ verarbeitet der Gartenhäcksler Stamm und Äste zu nutzbarer Biomasse für den Kompost. Auch das eigene Beet oder der Weg durch den Garten lassen sich mit dem zerkleinerten Holz als Mulch bestreuen.
Wer handwerklich begabt ist, kann aus dem Baum einen Quirl für die Küche oder einen Garderobenhaken für den Flur basteln.